Diese Kostproben zum Lesen gibt es auch zum Hören
im link "Kostproben hören".
KOSTPROBE 1
Annabel Céline Cuny, Roland Silbernagl; Foto: Sonja Frohoff
Er:
Siehst du, wir sind im Wald gewesen und da kamen wir nicht mehr raus. Nein, wir fanden uns nicht wieder raus, nein, nein, nein. Bitte, bitte, sei lieb und gut. Ich kann leider auch nichts machen.
Und das Anstellen mit dem Ziehen, nicht wahr, das ist Unsinn, denn ich kann auch nicht eher aussteigen, als bis ich aus dem Wald bin, ja. Und der Wald, der ist bei mir, nicht ja?
Ich bin doch auch ein Mensch aus allen Enden und Ecken und bin hier bei dir, bei dir mein süßer Schatz. Komm her, komm, komm her, komm. Liebes, bleib hier, geh nicht fort von uns, nicht wahr? Gehst
du fort? Ja, willst du fortgehen?
Und auch als wir jetzt neulich waren, da bin ich auch so dumm gewesen. Und ich hab doch dich auch, dich hab ich doch, dass du mich lenkst und senkst, ja, ja.
Und wenn du gehst früh, dann geh ich auch mit dir, nicht mit allen, nein, nein. Oh und ich hab hier eine Angst. Lalalalalala, und nun soll mir deine Liebe bin ich, immer, immer, immer, immer bist du
meine Zier, lalalalalal aber du musst auch bin lieb sein. Ja mein Schatz, mein süßer lieber Schatz.
Sag mir bloß jetzt was nichts Dummes.
Komm zu mir, bitte, bitte, komm zu mir, komm, sei lieb, sei gut. Oh Gott und ich hab hier hinten, da sitzt das so sehr fest. Und dann wenn ich aufstehe, dann muss ich aufstehen und schnell Stück
bringen, dass ich hier in Halt komme, nicht wahr? Hier, komm mal her, komm mal bitte zu mir. Ich hab hier ganz schweren Schatz-Schaden, Schatz-Schaden, ja, ja. Ist das was irgendwie, ich weiß nicht,
was das ist. Und ich hab mir so viel Mühe gegeben.
Du gehst doch nicht weg, du bleibst doch bei mir.
Annabel Céline Cuny, Roland Silbernagl; Foto: Sonja Frohoff
KOSTPROBE 2
Sie Wer bist du überhaupt?
Er Ich bin doch dein Sohn.
Sie Nein, du bist mein Bruder, aber wo ist mein Mann.
Er (holt ein Foto aus seiner Jackentasche und zeigt es ihr.)
Schau, Mutter, das ist dein Mann.
Sie Und wer ist die alte Frau dort?
Er Das bist doch du.
Sie Ich will nach Hause.
Er Du bist hier zu Hause.
Sie (brüllt) Aschfloch, mach doch die Tür zu.
Na, komm mein Kind, du bist bei mir. Ich hab doch gesagt ja.
Annabel Céline Cuny, Roland Silbernagl; Foto: Sonja Frohoff
KOSTPROBE 3
Er:
Ganz schlecht. Das alles weg schmeißen. Ich weiß nicht, was sonst. Das ist im Kopf. Ich weiß es nicht. Ich hab eigentlich gar nicht, nur diese Papiere, dieses Papier, das Ding hier, sonst hab ich
nichts. Wenn Sie mich, dann kommen sie. Was weiß ich, was die dann machen. Wenn sie hinterher kommen und mich nehmen. Ich hab das nie weg gekriegt. Ich weiß das nicht. Ich hab das nie gekannt. Ich
nehme doch keine anderen Sachen, nehme ich auch nicht. Gar nicht.
Die sind wie die Wilden hier, die kommen hier rein, dann wollen sie noch groß was haben, was wir alles möchten, was soll ich aus dem das geht doch den an, ich kann doch das mit dem was ich will. So
sieht das aus. Ich hab noch nie was irgendwas weggenommen oder was oder den anderen was weg.
Was mach ich, ich weiß es nicht. Vorgestern hab ich das hab ich das haben sie das ganz neu hab ich das gemacht. Das war fürchterlich so etwas zu machen. Das ist doch keine Art. Ich hab das schon oft
gesagt, die sollen das doch vernünftig. Das haben die ja selber gesagt. Wenn es soweit ist dann wie der das macht das soll er machen wie er will. Dass ich mich wenn die Kinder wieder kommen im Winter
nicht im Sommer nicht, das war jetzt beim letzten Mal, da war das einmal, ich weiß nicht, da war das so komisch das hat mir gar nicht gefallen.
Die haben hier alles zugeschlossen wegen draußen wegen Feuer. Da war hier alles durcheinander, ich hab das alles gesehen.
willkommen bei vergissmeinnicht